Thüringer Wald: hier entdecken Sie Thüringen

Willkommen im Thüringer Wald

… und zwar da, wo er am schönsten ist. Entdecken Sie ein Stück Thüringen in dem Natur und Kultur gekonnt in Szene gesetzt sind. Hier - im westlichen Thüringer Wald - beginnt der Rennsteig, der "Vater" der deutschen Wanderwege. An den Nord- und Südhang des Thüringer Mittelgebirges schmiegen sich traditionsreiche Kur- und Ferienorte mit einem riesigen Erholungs-, Freizeit- und Erlebnisangebot zu jeder Jahreszeit.
Hunderte Kilometer Wander- und Radwege durchziehen den westlichen Thüringer Wald und verbinden ihn mit der Wartburgstadt Eisenach, der Residenzstadt Gotha samt ihrem Umland und dem UNESCO Weltnaturerbe Nationalpark Hainich.


Thüringer Wald

Der Thüringer Wald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands und zugleich auch eine der schönsten Mittelgebirgslandschaften mit artenreicher Flora und Fauna. Über den Kamm des Thüringer Waldes führt auf exakt 169, 29 km der Rennsteig. Kein anderer Wanderweg ist so bekannt wie er. Aus dem schlichten Botenpfad im Mittelalter (1330 erstmals als "Rynestig" erwähnt) wurde die Ikone der deutschen Wanderwege.

Von seiner einstigen Rolle als Grenzweg zeugen die noch erhaltenen 13 Dreiherren- und die knapp 800 Grenzsteine, mit denen einst Fürsten ihre Hoheitsgebiete markierten. Der Rennsteig beginnt in Hörschel an der Werra und endet in Blankenstein an der Saale. Seine durchgängige Kennzeichnung, das weiße "R", ist die wohl bekannteste Wegemarkierung überhaupt. Den Rennsteig säumen zahlreiche Aussichtspunkte, Ausflugsgaststätten, Schutz- und Wanderhütten und mit jährlich Zehntausenden Wanderern ist er der am meisten begangene Wanderweg Deutschlands. Auch auf den Wanderpfaden links und rechts vom Rennsteig kann man dieses herrliche Stück Thüringen bewundern und genießen. Viele Aussichtspunkte versprechen faszinierende Ausblicke. Ausflugsgaststätten, Schutz- und Wanderhütten säumen den legendären Kammweg.

Gekrönt wird der Rennsteig durch den Großen Inselsberg, den man ab Hörschel bereits nach 32,7 km erreicht hat. Der Inselsberg ist mit seinen 916,5 m ü. NN die höchste Erhebung im westlichen Thüringer Wald und bei schönem Wetter kann man von seinem Plateau in der Ferne den Brocken im Harz erkennen. Mischwälder, wildromantische Felsentäler und Schluchten, klare Gebirgsbäche, Hochmoore, Bergwiesen und einzigartige Naturschönheiten prägen das Landschaftsbild. Genannt seien nur die wilde Drachenschlucht bei Eisenach, die Felsenlandschaft über dem Tabarzer Lauchagrund, die Marienglashöhle in Friedrichroda oder der Trusetaler Wasserfall. Allein rund um das Bergstädtchen Tambach-Dietharz finden Sie den größten freistehenden Kletterfelsen (Falkenstein) und die einzige Hochgebirgsklamm (Röllchen) Thüringens, den größten natürlichen Wasserfall (Spitterfall) im Thüringer Wald und zwei malerisch platzierte Talsperren.

Nicht nur die traditionsreichen Kurorte Friedrichroda, Finsterbergen, Tabarz, Georgenthal, Tambach-Dietharz oder Bad Liebenstein bieten beste Urlaubsqualität, sondern auch alle anderen Ferienorte im westlichen Thüringer Wald. Ein bestens ausgebautes Wander- und Radwegenetz, moderne Erlebnis- bzw. idyllisch gelegenen Waldschwimmbäder, Gondelteiche, Freilichtbühnen, Tier- und Freizeitparks sowie Ski- und Rodelpisten garantieren Erholung und Abwechslung. Herrliche Park- und Gartenanlagen, kunsthandwerkliche Schauwerkstätten, viele kleine Museen und natürlich Burgen und Schlösser - all dies gilt es zu entdecken.

Gotha und Gothaer Land

Gotha ist etwas für Entdecker. Die einstige Residenz- und heutige Kreisstadt ist überaus reich an Kultur- und Kunstschätzen. Stolze Bürgerhäuser und Stadtvillen säumen die historische Altstadt. Voller Leben sind ihre drei Marktplätze mit vielen Cafés, Restaurants und besten Einkaufsmöglichkeiten. Ein Bauwerk - man sieht es schon von der A 4 - dominiert seit nun fast 370 Jahren Gothas Stadtbild. Es ist Schloss Friedenstein, ein wahres barockes Universum.

Der Friedenstein zählt unbestritten zu den eindrucksvollsten Schlossanlagen Deutschlands. Sein Erbauer, Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg, wurde schon zu Lebzeiten "der Fromme" genannt. Dank seiner klugen Heiratspolitik sind noch heute fast alle europäischen Königshäuser irgendwie mit Gotha verbandelt. Die gesamte Schlossanlage Friedenstein ist ein Kulturerbe von internationalem Rang. Denn ein solches, seit dem Frühbarock erhaltenes und gepflegtes Ensemble, bestehend aus Schloss, Museen mit z.T. einzigartigen wissenschaftlichen und Kunstsammlungen, Schlosskirche, Theater, Bibliothek und Archiv sowie den angrenzenden Park- und Gartenanlagen, ist andernorts kaum zu finden. Ende 2012 wird das Herzogliche Museum vis-a-vis Schloss Friedenstein nach umfänglicher Sanierung wieder eröffnet. Aber nicht nur Kultur- und Geschichtsinteressierte werden von Gotha überrascht sein. Es sind die auch Freizeitangebote rundherum. Sei es der Tierpark am südlichen Stadtrand, oder der 35 m hohe Bürgerturm (158 Stufen) auf dem Krahnberg im Nordwesten der Stadt. Ein besonderer Ausflugstipp ist die Galopprennbahn mit prachtvoller Haupttribüne auf dem ca. 3 km westlich von Gotha gelegenen Boxberg.

Etwa 20 km nördlich von Gotha befindet sich das Naturschutzgebiet Fahner Höhe. Es ist Thüringens größter Obstgarten, denn die Tradition des Fahner Obstanbaus wurde bereits im 18. Jahrhundert begründet. Heute kann man sich zur Erntezeit in den Selbstpflückanlagen das knackfrische Obst selbst vom Baum holen. Die Fahner Höhe ist ein 20 km langer und 8 km breiter Höhenzug, überwiegend mit Eichen und Hainbuchen bewaldet. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf das Thüringer Becken im Nordosten, den Nationalpark Hainich im Nordwesten und die Höhenzüge des Thüringer Waldes im Süden. Sehenswert sind u.a. die Bienstädter Warte (Wartturm um 1412), die Bockwindmühle in Ballstädt (1884) oder die Talsperre "Speicher Dachwig" (Vogelschutzgebiet). Die Fahner Höhe durchzieht ein gut ausgebautes Wanderwegenetz, darunter der 80 km lange Gebietswanderweg Fahner Höhe-Hainich-Weg.

Auf diesem Weg erreicht man den Nationalpark Hainich. Ihm wurde im Juli 2011 der Status UNESCO-Weltnaturerbe verliehen. Der Hainich (16.000 ha) ist eines der größten zusammenhängenden Buchenwaldgebiete Mitteleuropas. Im Südhainich wurde 1997 auf einer Fläche von 7.500 ha der 13. Nationalpark Deutschlands ausgewiesen. Er ist Heimat und Rückzugsgebiet für seltene Tier- und Pflanzenarten. Von dem berühmtesten Hainich-Tier, der Wildkatze, sind hier etwa 30 dieser menschenscheuen "Waldtiger" zu Hause. Mit Ausnahme seiner "verbotenen" Kernzonen ist der Nationalpark dem Touristen keinesfalls verschlossen. Spektakulärer Besuchermagnet ist der 531 m lange und 24 m hohe Baumkronenpfad an der Thiemsburg. Insgesamt 18 Wanderwege, vier Radwege sowie einige Kremser- und Reitwege führen um und durch den Hainich.

Und genau zwischen dem Hainich, Fahner Höhe und Gotha liegt ein bislang noch unentdecktes Stück Thüringen. Es ist das idyllische Nessetal mit seinen kleinen Dörfern, fruchtbaren Äckern, bunten Wiesen, zwei Stauseen und den sanften Auen des Flüsschens Nesse. Sie entspringt im Erfurter Stadtteil Alach und mündet nach 55 km in die Hörsel (Eisenach). Erst seit kurzem wird das Nessetal von Radtouristen entdeckt, denn 2011 wurden bereits größere Abschnitte eines neuen Radhauptweges freigegeben. Der Nessetal-Radweg verbindet Erfurt mit Eisenach, führt hauptsächlich durch flachwelliges Hügelland und verläuft auf seinem letzten Drittel direkt auf einer stillgelegten Bahntrasse. Wenngleich ein kürzeres Teilstück noch in Bau ist, so kann man schon heute auf dem Nessetal-Radweg ein Stück ursprünglicher Thüringer Natur- und Kulturlandschaft völlig neu entdecken, erleben und genießen.

Thüringer Burgenland Drei Gleichen

Inmitten des Städtedreiecks Gotha - Erfurt - Arnstadt liegt das Thüringer Burgenland Drei Gleichen. Dieses Gebiet bietet imposante Ansichten, denn hier fügt sich mittelalterliche Architektur in eine malerische Landschaft. Schon weithin sichtbar thronen auf drei Bergkegeln drei stolze Landgrafenburgen: die Mühlburg, die Burg Gleichen und die Veste Wachsenburg.

Sie sind umwoben von Sagen und Legenden über lodernde Brände, grausame Raubritter, entführte Königstöchter und mittelalterliche Bigamie. Und einer dieser Legenden verdankt das Gebiet seinen Namen. Nämlich der vom gleichzeitigen Blitzeinschlag in alle drei Burgen anno 1231. Wie drei riesige Fackeln sollen sie auf ihren drei Bergen gelodert und die Dörfer, Wiesen und Felder hell erleuchtet haben. Fortan - so die Sage - nannte das Volk die Burgen und das Land drum herum nur noch "Die Drei Gleichen". Das Drei-Gleichen-Gebiet ist eine einzigartige und lebendige Kulturlandschaft und zugleich Teil des Nationalen GeoPark Thüringen Inselsberg - Drei Gleichen (ca. 530 km²).
Natürlich sind in den Drei Gleichen die drei Burgen die Hauptattraktion. Aber auch die vielen kleinen Museen, allen voran das Stammhaus der Musikerdynastie Bach in Wechmar, die historischen Mühlen entlang der Apfelstädt, der 18-Loch-Golfplatz (Mühlberg) oder die Reiterhöfe ziehen immer mehr Besucher an. Diese sanfte Hügellandschaft ist für Wanderer wie Pedalritter ein wahres und an Vielfalt kaum zu übertreffendes Eldorado.