Schloss Friedrichswerth
Das traurige Lustschloss

Nessetal
Das Dörfchen Erffa hatte eine Wasserburg. Auf ihr ließ Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg ein Landschloss mit Barockgarten und Hofkirche erbauen. Somit durfte sich der kleine Ort nicht nur mit einem repräsentativen Schlossbau schmücken, sondern - quasi als Zugabe - auch mit einem neuen Namen. Dem Bauherrn zu Ehren hieß Effra fortan Friedrichswerth.

Das dreiflügelige Barockschloss (heute Bau- und Gartendenkmal) wurde von 1677 bis 1689 erbaut und ein großzügiger Garten im französischen Stil angelegt. Über 100 Jahre diente diese ländliche Enklave den Gothaer Herzögen als Sommerresidenz und Lustschloss. Hier verbrachten sie ihre Sommerfrische und hier feierten sie ihre Sommerfeste. Ab dem 19. Jahrhundert ließ man das Schloss zunehmend verwahrlosen. Im 20. Jahrhundert wurde das einstmalige Schmuckstück herzoglicher Landresidenzen zur Erziehungsanstalt, Jugendbildungsstätte und bis Mitte der 90er Jahre zum Jugendwerkhof umfunktioniert.

Seither steht das Schloss leer und ist nicht öffentlich zugänglich. An einem Sanierungs- und Nutzungskonzept wird derzeit gearbeitet. Begehbar ist lediglich der Außenbereich.

Adresse

Haackstraße 1
99869 Nessetal/OT Friedrichswerth

Kontakt

Heimatverein Friedrichswerth e. V. / Jörg Möller
An der Mühle 3
99869 Nessetal/OT Friedrichswerth

036254 70028
moeller-friedrichswerth@t-online.de

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