Kandelaber
Auf historischem Boden

Georgenthal
Auf dem Johannisberg bei Altenbergen soll der Missionar Wynfreth Bonifacius 724 die erste Taufkirche in Thüringen eingeweiht haben. Einer der bekanntesten Täuflinge war 1042 Ludwig der Springer, jener Landgraf, der Kloster Reinhardsbrunn und auch die Wartburg erbaute.

Im Laufe der Jahrhunderte verfiel die kleine Kirche. An ihrem Ort steht heute der Kandelaber. Die zehn Meter hohe Sandsteinleuchte wurde zu Ehren der Kirche und des Missionars errichtet. Ihr Bau ist dem heimatverbundenen Altenberger Bürger Nicolaus Brückner (1756–1808) zu verdanken. In seinem Testament vermachte der Holzfäller der Gemeinde 20 Gulden, damit sie den Ort der einstigen Johanniskirche mit einen Gedenkstein ehren solle. In der Folge wurde ein Spendenaufruf gestartet, der insgesamt 1.000 Reichstaler einbrachte.

Mit diesem Geld schuf der Gothaer Hofbildhauer Friedrich Wilhelm Eugen Döll (1750–1816) nach dem Vorbild eines mittelalterlichen Kirchenleuchters den Kandelaber. Die Einweihungsfeier am 1. September 1811 war ein gesellschaftliches Großereignis. Selbst der Landesherr, Herzog August von Sachsen-Gotha und Altenburg (1772–1822), nahm daran teil.

Vom Kandelaber aus genießen Sie die Aussicht über den Ortsteil Altenbergen. Bänke und eine Waldschenke laden zum Verweilen und Genießen ein.

Der Kandelaber ist nur fußläufig zu erreichen.

Adresse

Zum Candelaber
99887 Georgenthal / OT Altenbergen

Kontakt

Touristinformation Georgenthal
Bahnhofstraße 8
99887 Georgenthal

036253 469755
tourist@georgenthal.de

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